Schule

Pädagogisches Umfeld
In unserer Sonderschule erhalten ca. 60 interne und/oder externe Schüler einen angepassten und individualisierten Unterricht. Folgende Räume stehen den Klassen zur Verfügung: Klassenzimmer, Raum für Einzelunterricht, Bibliothek, Turnhalle, Schwimmbad, Theatersaal, Werkraum und Malatelier. Mit der Durchführung von Lagern, Lehrausflügen und Projektwochen kann das schulische Umfeld ausgedehnt werden. Alle Direktiven und die offiziellen Lehrpläne der Regelschule des Kantons Wallis sind gültig. Sie werden in ihrer Anwendung an die persönlichen Möglichkeiten und Bedürfnisse der SchülerInnen angepasst.

Pädagogische Ziele
Die Heilpädagogik
Sie umfasst einerseits die Wertschätzung jedes einzelnen Menschen, anderseits förderdiagnostisches, ressourcenorientiertes und lebensbezogenes Lehren und Lernen in kleinen Klassen.

Das soziale Lernfeld
Die kleinen Klassen erlaubten uns ein soziales Lernfeld zu schaffen, welches sich der schulischen Realität und den Bedürfnissen der SchülerInnen anpassen kann.

Die Individualisierung und Differenzierung
Sie bilden das Wesen des Sonderunterrichts. Alle Schüler haben einen individuellen Lernrhythmus welcher respektiert wird. Grundsätzlich gelten für die Unterrichtsinhalte die Lehrpläne der Primar- und Orientierungsstufe, welche in ihrer Anwendung den persönlichen Bedürfnissen und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler angepasst werden.

Basis- und Stützfunktionen
Sie bilden die Voraussetzungen für jeglichen Unterricht. Zu den Basisfunktionen gehören der Umgang und das Bewusstsein der Emotionalität (Gefühle), Soziabilität (soziales Verhalten), Wahrnehmung (Sinnesorgane), Motorik (Bewegungen), Sprache und Kognition (Denken). Den Stützfunktionen Motivation, Konzentration und Merkfähigkeit wird grosses Gewicht beigemessen.

Integration
Unsere Schule zeigt grundsätzlich eine offene Haltung gegenüber der Integration. Die Direktion und das Lehrpersonen bestimmen mit den Eltern die Form und Häufigkeit der Integration. Ebenfalls muss die Bereitschaft der Schuldirektion der betroffenen Schulgemeinde abgeklärt werden (siehe Konzept „Sonderpädagogischer Stützunterricht“).

Berufsorientierung
Die Berufsforientierung geschieht in der Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen, Eltern, Lehrperson, Institution und falls nötig unter Einbezug der IV-Berufsberatung. Ab Beginn der achten Klasse beginnt einerseits die Vorstellung von Berufsbildern im Unterricht, andrerseits die Berufseignungsabklärung durch den IV- Berufsberater. Später folgen Besuche, Arbeitseinsätze und Schnupperlehren als wichtige Entscheidungsgrundlage für die Berufsfindung.

Klassenstruktur
Die Klassenzusammenstellung wird jedes Jahr (April-Mai) gemeinsam mit der Direktion und allen Lehrpersonen erarbeitet. Es werden dabei Alter, Anzahl Schuljahre in derselben Klasse, Kompetenzen und Verhalten als Kriterien berücksichtigt.

Lehrerteam
Damit die Individualisierung und ganzheitliche Förderung aller Schüler gewährleistet wird variiert die Schülerzahl zwischen 4 und 8.

Pro Klasse übernimmt eine schulische Heilpädagogin die Verantwortung. Je nach Klassenzusammenstellung kann eine Schulassistenz und/oder Praktikanten die Lehrperson unterstützen.